Zukunft der Influenzabehandlung


Da sich das Influenzavirus sehr stark verändern kann, wurde davon ausgegangen, dass kein Arzneimittel zu finden ist, das auf alle Stämme wirkt. Im Jahr 1980 wurde die Achillesferse des Influenzavirus entdeckt – die Neuraminidase.

 

Die Neuraminidase ist ein Enzym, das die Ausbreitung des Virus im Körper von Zelle zu Zelle erleichtert und ist daher für die Virusvermehrung von grundlegender Bedeutung. Die Stelle, an der die Neuraminidase aktiv ist, ist - glücklicher Weise - bei allen Influenzaviren gleich. Dies führte zur Entwicklung von Neuraminidasehemmern, die wirken, in dem sie neu gebildete Viruspartikel an der Freisetzung aus einer infizierten Zelle und auch an der Neuinfektion weiterer Zellen hindern.

 

Die klinische Entwicklung der Neuraminidasehemmer begann 1994 mit der Entwicklung des Neuraminidasehemmers Zanamivir, der als Inhalat verabreicht wird. Es gibt heute also 2 Applikationswege, den der inhalativen und den der oralen Anwendung.

 

Unter dem Markennamen Relenza® ist der Wirkstoff Zanamivir zugelassen, unter dem Markennamen Tamiflu® ist der Neuraminidasehemmer Oseltamivir in Kapselform oder als orale Suspension für die Behandlung/Vorbeugung von Influenza zugelassen. Die Behandlung sollte generell  frühzeitig nach Beginn der Symptome erfolgen, um die Virusvermehrung und das Fortschreiten der Erkrankung zu verhindern. Je früher das Virus gestoppt wird, desto weniger Schäden werden verursacht.

 

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